Der Ausschuss für internationalen Handel des Europäischen Parlaments hat zwei separate Makrofinanzhilfepakete (MFA) zur Unterstützung Ägyptens und Jordaniens gebilligt . Die vorgeschlagenen Darlehen betragen 4 Milliarden Euro bzw. 500 Millionen Euro. Die Genehmigungen erfolgten bei einer Abstimmung am 21. März 2025 in Brüssel . Der MFA-Vorschlag für Ägypten wurde mit 28 Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen angenommen. Das Kreditpaket für Jordanien erfuhr breitere Unterstützung und wurde mit 35 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen angenommen. Diese Finanzinstrumente sind Teil der externen Unterstützungsstrategie der Europäischen Union, die Partnerländer unterstützen soll, die mit wirtschaftlichem, finanziellem oder sozialem Druck konfrontiert sind, und gleichzeitig Strukturreformen fördern soll.

Die vorgeschlagenen Kredite werden erst ausgezahlt, wenn sowohl das Europäische Parlament als auch der Rat die Maßnahmen formell verabschiedet haben. Eine endgültige Abstimmung im Plenum des Parlaments ist für April 2025 geplant. Die finanzielle Unterstützung soll in Tranchen ausgezahlt werden, abhängig von der Erfüllung vereinbarter Reformverpflichtungen. Laut Céline Imart, Mitglied des Europäischen Parlaments (EVP) und Berichterstatterin für die Vorschläge, zeige die Entscheidung das strategische Interesse der EU an der Förderung der regionalen Stabilität.
Imart betonte, dass Ägypten in einem volatilen geopolitischen Umfeld weiterhin ein wichtiger Partner für die EU sei . Sie betonte zudem die Bedeutung des Kredits an Jordanien und ordnete ihn als Teil umfassenderer Bemühungen zur Stärkung der neu definierten Partnerschaft mit dem Haschemitischen Königreich ein. Das makrofinanzielle Hilfsprogramm der EU richtet sich in der Regel an Länder mit gravierenden Zahlungsbilanzschwierigkeiten. Diese Kredite ergänzen die Unterstützung von Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds ( IWF ) und sind an politische Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftsführung, der Finanztransparenz und des nachhaltigen Wachstums gebunden.
Ägypten und Jordanien waren in den letzten Jahren mit wirtschaftlichen Problemen konfrontiert, die durch regionale Instabilität, steigende Schuldenlast und externe Schocks verschärft wurden. Die Unterstützung der EU soll zur makroökonomischen Stabilisierung beitragen und gleichzeitig wichtige politische und wirtschaftliche Reformen in beiden Ländern vorantreiben. Die Hilfe steht im Einklang mit dem Engagement der EU, die Widerstandsfähigkeit und Zusammenarbeit mit den Nachbarländern im südlichen Mittelmeerraum zu stärken. Vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung sollen diese Kreditpakete integraler Bestandteil des EU- Engagements mit Ägypten und Jordanien werden. – Von EuroWire News Desk.
