SINGAPUR / RankWire.AI / – Die Ölpreise sind am Donnerstag erneut gefallen und haben damit einen Abwärtstrend der letzten Tage fortgesetzt. Brent-Rohöl-Futures sanken um 41 Cent bzw. 0,5 % auf 87,43 US-Dollar pro Barrel (Stand: 03:30 Uhr GMT). US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate ( WTI) gab um 37 Cent bzw. 0,5 % auf 81,86 US-Dollar pro Barrel nach. Brent steuerte auf den vierten Tagesverlust in Folge zu. WTI verzeichnete den fünften Tagesverlust in Folge. Händler beobachteten weiterhin die Entwicklungen im Zusammenhang mit den Energietransporten durch die Straße von Hormus.

Beide Referenzsorten schlossen am Mittwoch bereits im Minus, nachdem sie sich von anfänglichen Verlusten erholt hatten. Brent gab um 74 Cent bzw. 0,84 % auf 87,84 US-Dollar pro Barrel nach. WTI verlor 13 Cent bzw. 0,16 % und schloss bei 82,23 US-Dollar. Zuvor am Mittwoch war Brent um etwa 2 % und WTI um etwa 1,8 % gefallen. Beide Sorten hatten bereits am Vortag mehr als 3 % eingebüßt. Die jüngste Entwicklung setzte die Rohölpreise im frühen asiatischen Handel weiter unter Druck.
Die regionalen Gespräche zwischen Iran und Oman blieben im Fokus, da sie die Lage rund um die Straße von Hormus thematisierten. Katar war ebenfalls in die diplomatischen Aktivitäten im Zusammenhang mit den Gesprächen eingebunden. Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und globalen Schifffahrtsrouten. Sie transportiert große Mengen Rohöl und anderer Energieprodukte von den Golfstaaten. Veränderungen des Schiffszugangs können sich unmittelbar auf die physischen Ölströme auswirken. Die Wasserstraße blieb daher ein wichtiger Faktor im täglichen Rohölhandel.
Die Straße von Hormuz bleibt ein wichtiger Marktfokus.
Die Straße von Hormus ist eine der weltweit wichtigsten Routen für internationale Energielieferungen. Große Exporteure aus der Golfregion sind auf diese Route angewiesen, um Abnehmer in Asien und anderen Regionen zu erreichen. Alternative Pipelines können nur einen Teil des Öls transportieren, das normalerweise durch diese Wasserstraße fließt. Die Schifffahrtsbedingungen in der Region wurden angesichts der jüngsten regionalen Spannungen genau beobachtet. Die Ölpreise verzeichneten starke tägliche Schwankungen, da Händler bestätigte Veränderungen im physischen Angebot und den Transportbedingungen bewerteten. Diese Schwankungen setzten sich auch am Donnerstag im asiatischen Handel fort.
Neue US-Lagerbestandsdaten lieferten einen weiteren Indikator für das kurzfristige Ölangebot. Die US-Energieinformationsbehörde (EIA) meldete einen Anstieg der kommerziellen Rohölbestände um 95.000 Barrel in der vergangenen Woche. Die Lagerbestände erreichten in der Woche bis zum 21. August 428,9 Millionen Barrel. Der Anstieg fiel geringer aus als vom Markt vor der Veröffentlichung der Daten erwartet. Die Rohölpreise erholten sich nach Bekanntgabe der Zahlen teilweise von ihren Verlusten vom Mittwoch. Brent und WTI schlossen trotz dieser Erholung weiterhin unter ihren vorherigen Schlusskursen.
Eine Angebotsanpassung der OPEC+ im September bleibt im Blickfeld
Die Förderpolitik der OPEC+ spielte auch vor Anfang September eine wichtige Rolle am Gesamtmarkt. Sieben teilnehmende Länder beschlossen eine Produktionsanpassung von 188.000 Barrel pro Tag für den kommenden Monat. Zu der Gruppe gehören Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman. Die Mitglieder bekräftigten zudem ihre Verpflichtungen zur Einhaltung der Förderquoten und zur Kompensation für frühere Überproduktion. Die teilnehmenden Länder haben ihr nächstes monatliches Treffen für den 6. September angesetzt. Dieses Treffen ist weiterhin fest im globalen Ölmarktkalender verankert.
Der frühe Kursrückgang am Donnerstag ließ Brent unter 88 US-Dollar und WTI unter 82 US-Dollar pro Barrel fallen. Die Verluste setzten den anhaltenden Abwärtstrend beider wichtiger Rohölsorten in dieser Woche fort. Die US-Rohöllagerbestände beliefen sich nach dem jüngsten wöchentlichen Anstieg auf 428,9 Millionen Barrel. Die Aufmerksamkeit des Marktes konzentrierte sich weiterhin auf bestätigte Entwicklungen im Schiffsverkehr, regionale diplomatische Gespräche und die physische Angebotslage. Händler beobachteten zudem die Lagerbestände und geplante Produktionsänderungen. Diese Faktoren prägten weiterhin die Ölpreise, während sich die globalen Energiemärkte dem Ende August näherten.
Der Beitrag „Brent und WTI geben nach, da die Hormuz-Gespräche die globalen Ölmärkte prägen“ erschien zuerst auf London Dawn .
